Notdienst Berlin e.V.

Drogentote in Berlin

Verfasst am 13.01.2017

Drogentote in Berlin

Bundesweit, vor allem in den Großstädten, so auch in Berlin, von Ort zu Ort unterschiedlich, in Neukölln besonders stark… ist in den letzten Jahren, so auch im vergangenen Jahr,  die Zahl der sogenannten „drogenkonsumassoziierten Todesfälle“ wieder deutlich gestiegen. Wenn die 2016-er Gesamtzahlen in Kürze vorliegen, darf mit dem traditionell so heftigen wie ratlosen Medientrubel gerechnet werden. Und: Die Drogenhilfe wird ein weiteres Mal gefragt werden, was sie denn eigentlich tut! Vielleicht gibt es ein wenig Forschungsmittel oder mal wieder temporäre Modellprojekte…

Neben der quantitativen Entwicklung fällt auf, dass der Anteil der „drogenkonsum-assoziierten“ Todesfälle wieder zugenommen hat, bei denen Opiate wie Heroin, Kokain sowie diverse Varianten von Mischkonsum eine entscheidende (die letztlich tödliche) Rolle spielten.  Bezogen auf die Jahre 1998 bis 2001 wurden im Notdienst vor damals vergleichbar gegebenem Anlass erstmalig „Drogentoten“-Klientelbefragungen durchgeführt“. Vor nunmehr 15 Jahren wurden die letzten Ergebnisse veröffentlicht. Nun steigen wir wieder ein! Mit demselben bewährten Erhebungsinstrument, nach erprobtem Vorgehensmuster in einem Notdienst, der sich stark verändert hat.

Im gesamten Monat Februar 2017 sollen möglichst viele Notdienst-Klient*innen Gelegenheit erhalten, ihr Expert*innen-Wissen in die Erhebung einzubringen. Die Befragung dient keineswegs allein der Gewinnung sehr konkreter und differenzierter Informationen zu einem komplexen Thema, sondern vermag auch, gewichtige präventive Wirkungen zu erzielen!!!

 

 

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